Schweizer Paschas

Macho-Gehabe würde man nicht direkt als primär schweizerisches Attribut bezeichnen, der Begriff wird eher mit Goldketten behängten Südländern verbunden. Was jedoch falsch ist! In der Schweiz gibt es jede Menge davon, die vor allem die Züge eines Paschas ausgebildet haben.

Von Schweizer Paaren, die in einem gemeinsamen Haushalt leben und keine Kinder haben, lassen sich im Jahr 2010 mehr als 60 % von ihrer Partnerin bedienen! Klägliche 4-5 % der Männer tun dies umgekehrt für ihre Freundin oder Frau. Der Rest der kinderlosen Paare organisiert sich immerhin gemeinsam. Aber von Gleichstellung kann wohl nicht die Rede sein.

Zuviele Frauen tragen die Hauptverantwortung im Haushalt ohne Kinder bzw. mit einem einzigen sehr grossen Kind. Sie bügeln die Hemden, schruppen das von Bartstoppeln verdreckte Lavabo und kaufen das Lieblingsjoghurt für den Herrn im Hause ein. Sie schuften im Haushalt neben ihrem Job oder arbeiten extra für ihren Pascha weniger. Rollenbilder werden tradiert, obwohl keine Kinder da sind oder wenn diese ausgeflogen sind. Im Jahr 1997 waren es sogar noch 72 %, was andeutet, dass die Frauen in diesem Lande vielleicht ganz langsam zu Besinnung kommen.

Liebe Frauen, bedenkt! Wenn ihr alleine wohnen würdet, ihr müsstet nicht den Dreck von zwei Personen wegputzen, sondern nur euren eigenen.

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Filmtipp (1) : Wenn Drei eine Familie werden.

„Drei“ ist ein wunderschöner Film über die Entstehung einer polyamoren Dreierbeziehung. Eine Szene, die mich nicht mehr los lässt: Das langjährige aber zerstrittene Paar sitzt endlich wieder zusammen in einem Restaurant. Beide hatten eine Affäre.

er: Ich hab dich vermisst.

sie (flüsternd): Ich dich auch.  (kurze Pause) Ich vermisse auch Adam..

— lange Pause

er: Ich auch

Die Charaktere planen keineswegs eine polyamore Familie, es ergibt sich jedoch als beide Ehepartner sich in eine Aussenbeziehung verstricken. Als alles auffliegt, haben alle zuerst Mühe, die Tatsachen anzunehmen, wie sie sind. Erst ein paar Monate später sind die Drei bei dem Punkt, dass sie ihre andersartige Beziehung aktzeptieren können. In der Realität wird gerade dieser letzte Schritt wohl oft nicht vollzogen.

Drei (Wikipedia)

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Die Definitionsmacht der Frauen – Kommentar

Die Definitionsmacht der Frauen

Die Frauenbewegung hat dazu geführt, dass viele Frauen bewusst ihre Stellung in der Gesellschaft wahrnehmen. Oder auch dass die Stellung der Frauen im öffentlichen Diskurs definiert wird.

Die Männer haben sich anfänglich stark gewehrt (man erinnere sich an die Abstimmung zum Frauenstimmrecht im Jahr 1959). Nachdem für diese Anti-Haltung keine Argumente übrig mehr waren, hat sich die Haltung der Männer in eine Gleichgültigkeit gewandelt:

Also macht halt, ihr Frauen. Nein, nein, wir stehen euch ja schon nicht im Weg!

Was bis heute fehlt — aber dringend nötig wäre — ist eine Gegenemanzipation!
Männer, definiert eure Stellung.

Es gibt genügend Gründe:

  • Nehmt euch das Recht, so Vater zu sein, wie eine Frau Mutter sein darf!
  • Wieso geht ihr den unhinterfragt in grünen Kleidern im Dreck roppen?
  • Wieso lasst ihr euch Alimente abknöpfen von Frauen, die arbeiten können?
  • Und wieso kriegt ihr keine Witwer-Rente?
  • Wo bleibt bitte sehr die männliche Genderforschung?
  • Weshalb darf einer nicht Hausmann sein, ohne nur als halber Mann zu gelten?
  • Teilzeit für Männer heisst nicht 80 %, es kann auch 40 % heissen!

Männer, auf was wartet ihr noch? Geschlecht ist eine deutlich konotierte gesellschaftliche Kategorie. Wir sind keine Neutronen, sondern Weiblein und Männlein.. Also, definiert euch!

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Ein Anmachspruch parat

Schönes, warmes Wetter endlich.. die Lust auf Kühles im Glas irgendwo am Wasser ist gross. Doch alleine? Neu hergezogen, keine Nummer im Telefon drin, von Leuten die innerhalb von zwanzig Minuten hier sein könnten, Arbeitskollegen will ich nicht schon wieder fragen..

Also doch alleine …  Sitze im Gras, das Wasser funkelt, das Cornet ist süss und knusprig, und da denk ich mir: Jetzt müsstest du zu einem hingehen und sagen:

.. u nume ii bi älleini, u i hocke so chli da u gspüre, dassi plötzlech irgend sone Hand ufem Bei ha, u si fragt, öbi älleini sig u si sig ou ällei, u i söu nid überlege, u i gfau ihre ou so u si wöu eifach e chli rede…

Ich schaue mich um, schaue lange, aber da sind viele Leute, viele. Doch fast niemand alleine, und wenn dann niemand, zu dem ich das sagen möchte. Und wenn da auch jemand wäre, dann würde mich der Mut ohnehin verlassen.

Aber irgendwie und sowieso, vielleicht ein anderes Mal. Es ist doch immer gut einen Anmachspruch parat zu haben, oder nicht?

PS: Also nicht dass das jetzt ein besonders guter wäre, aber das weibliche Geschlecht hat punkto Anmach-wie-genau sowieso noch heillos aufzuholen!

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Toleranz

Viele Leute bezeichnen sich als tolerant, „nein ich habe nichts dagegen, wenn du anders lebst und denkst als ich“. Diese Haltung verlangt aber implizit auch, dass die eigene Eigenart unangefochten akzeptiert wird. Wenn ich dir, sollst also auch du mir, bitte sehr!

Ist diese Annahme richtig? Heisst Toleranz nicht auch, die Intoleranz der anderen zu akzeptieren?

Blog von Niels

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Wieso wollen Männer unter sich sein?

Häufig wird in männlich dominierten Kreisen ein Unbehagen festgestellt, sobald Frauen in ihre Sphäre eindringen. Im beruflichen Umfeld wird dies offfenbar dann zum Problem, wenn Frauen auf die gleiche oder eine höhere Stufe aufsteigen wie ein – sagen wir – etablierter Mann. Dabei hat Mann Angst, dass Spannungen auf sexueller Ebene entstehen könnten. Die Distanz, wie sie bei Sekretärinnen-Chef-Beziehungen besteht, ist nicht mehr da. Eine selbstbestimmte, aufgeweckte Frau sitzt vor diesen Männern und führt möglicherweise zur Verunsicherung auf nicht-rationaler Ebene.

Vermutlich fürchten sich Männer vor ebendieser Verkomplizierung der Verhältnisse. Frühere Arbeitskollegen auf gleichem Level konnte man immer und ohne Hintergedanken auf die Schulter klopfen und zum Feierabendbier einladen (Homosexualität wurde selbstverständlich grosszügig ausgeblendet). Bei Frauen ist es nicht mehr ganz so einfach, umso mehr, falls Mann nicht über deren genauen Liebesverhältnisse informiert ist.

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Reinrutschen..

In die polyamore Lebensweise rutscht man rein, wenn man merkt, dass es mit Mono und Ehe nicht mehr weitergehen kann. Häufig gehen viele Jahre des sich Übens in der monogamen Beziehungsform voran. Noch häufiger kommt es in derselben Situation zur definitiven Trennung. Zur Aufgabe des sehr vertrauten Partners, anstelle des Beziehungsideals.

Oh, wie schön hat die 80jährige gesagt, dass sie und ihr Ehemann nach seiner Pension wieder zueinander gefunden haben, nach zehn Jahren offener Beziehung, Bereicherung von Aussen. Eine Scheidung würde dies nie zulassen.

SRF – Nachtwach – Ich bin nicht monogam

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Gespräch in der Frauen-WG.

Die Szene: drei junge Frauen am Küchentisch.. das Gespräch kommt auf Homosexuelle. Männer findet man lustig, leicht im Umgang mit Frauen, da es ja klar ist, dass nichts läuft. Und Frauen…

Frau mit weissen Pünktchen auf dem Schal:   .. also wenn ich mir grad so überlege, mit einer Lesbe zusammen wohnen, das ginge gar nicht!
Frau mit heissem Minzentee:   Ich auch nicht!
Frau mit Chreolen:  (stirnrunzel)
Pünktchen:   Stell dir vor, da kannst du ja nicht mehr in der Unterwäsche durch die Wohnung gehen.
Minze:   Ja, und wenn du am kochen bist in unserer engen Küche, muss und man sich halt mal berührt.. iihhh, da weiss man ja nie woran man ist!
Chreole:   Aha, gut seit ihr in einer Frauen-WG, mit Männern wäre das ja noch viel schlimmer.
Pünktchen:   Oh, ja mit Männern wäre das auch kompliziert.
Minze:   Nee, finde nicht, ausser man hat ungeklärte Fronten. Mit Männern ist es halt klarer, man grenzt sich etwas mehr ab, so rein physisch, und auch mit persönlichen Geschichten, denk ich.
Pünktchen:   Ja, ist halt schon so, unter Frauen ist man sich wesentlich näher, ich meine vor allem so körperlich und so, und man zieht sich auch voreinander um je nach dem. Das macht man bei einem Mitbewohner klar nicht.
Chreole:   Aber man kann ja die „Fronten“ auch unter Frauen klären.. tatsache, dass eine lesbisch ist, heisst ja noch nicht, dass sie etwas von den Mitbewohnerinnen will.
Pünktchen:   Aber man weiss trotzdem nie woran man ist..
Minze:   Ha, habt ihr eigentlich schon gehört, da in der unteren Altstadt..

Gespräch driftet ab auf homosexuelle Treffpunkte, wo man sich als Hetero besser nicht hinverirrt. Was bleibt: latente Angst, dass eine der Anwesenden lesbisch sein könnte…

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Struktur

Wer jetzt denkt, dieses hier werde geordnet daher kommen, hat sich getäuscht. Das Leben und vor allem die Liebe verläuft auch nicht geordnet..

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Wenn negativ sei positiv.

Erst mit einem Test setzt man sich dem Risiko aus, HIV positiv zu sein.

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